Packliste & Ausrüstung für den Wanderritt

 

Auf folgenden Seiten gebe ich einen Einblick in meine Satteltaschen..... ;)

Multifunktional

Hochwertig

Ultralight

sind für mich generell die drei wichtigsten Eigenschaften an die Ausrüstung von Pferd und Reiter!


Ausrüstung Pferd

Der Elegido trägt hier die gesamte Ausrüstung für eine mehrwöchige, autonome Tour.

Komplettes Gewicht inklusive dem Sattel: 24 kg !!!

 

Sattel/ Sattelpad/ Sattelgurt

Sprungglocken 

Hufschutz

Zaumzeug

Halfter/ Strick

 

Das Gepäck ist verstaut in:

Hinterpacktaschen

Rolle

Vorderpacktaschen

Campotuch

 

Darin enthalten sind:

- meine komplette Kleidung, incl. Regenklamotten und dem Wollponcho für kalte Tage

- Zelt, Schlafsack, Isomatte

- mobiler Weidezaun Paddock (für 2 Pferde)

- erste Hilfe Pferde

- Proviant und 1,5 l Wasserflasche

- HOBO und Geschirr, Kochtopf, Tassen 

- Notfallreparaturset

- 1 kg Hafer

- Putzzeug, Fliegendecke, Fliegenspray


Sattel

Mein Elegido trägt auf Wanderritten den Marrakesh Sattel der Firma Sommer. Dieser besitzt eine schöne grosse Auflagefläche, welche leicht (um)zu polstern ist, sowie ein verstellbares Kopfeisen. Der Marrakesh ist vergleichsweise leicht. Mit Fendern, Steigbügeln, Gurt und Decke bringt er ein Gewicht von etwa 8 kg auf die Waage. 

Für die Anbringung von mehr Gepäck, als lediglich für Tagesritte müssen weiterer Krampen angebracht werden. Die Schraube für Krampen lassen sich ganz einfach selber mit dem Akkuschrauber in den Sattelbaum drehen.

Die Satteldecke habe ich selber aus Filz (100% Schurwolle) gefertigt. Schön gross. So hat alles darauf Platz und kann nicht scheuern. Zusätzlich dient die Satteldecke als warme Unterlage beim Zelten oder Übernachten im Freien.

 

Auch der Sattelgurt ist dick mit Schurrwollfilz abgepolstert. Denn das natürliche Material hat antibakterielle Eigenschaften, verteilt Druck gleichmässig und soll Hitzestau verhindern. Ein weitere Pluspunkt ist die Reinigung. Es lässt sich einfach mit der Wurzelbürste sauber machen, also sehr praktisch unterwegs.


Satteltaschen

Auf Geländeritten und noch viel mehr auf längeren Wanderritten, werden viele Utensilien benötigt, die der Reiter mitführen muss. Diese gilt es nun sinnvoll am Pferd zu verstauen. Dafür eignen sich robuste, strapazierfähige und wasserfeste Packtaschen. Einerseits sollten sie Pferd und Reiter nicht behindern, andererseits sollten sie auch praktisch im Handling sein und gute Verstaumöglichkeiten bieten.

Deshalb muss man einfach ausprobieren welche Materialien (Leder, Nylon, gewachste Baumwolle...) beispielsweise man persönlich gerne mag und was zu dem jeweiligen Satteltyp gut passt. Auch Grösse und Packvolumen kommt darauf an was man transportieren möchte. Zudem muss das Packsystem zu dem Pferd passen. Durch kleinere oder grössere Veränderungen an Tasche oder Sattel, kann sowohl Passform als auch Funktionalität verbessert werden. 

 

Hinterpacktaschen:

Die hinteren Packtaschen sollten, je nach Bedarf, möglichst geräumig sein. Wir haben uns als hintere Packtaschen für die Ortlieb Packtaschen und für die Decathlon Packtaschen entscheiden. Die Ortliebs sind schön leicht, robust und absolut wasserdicht. Nachteil ist, dass sie nicht ganz einfach am Sattel zu befestigen sind. Man muss im Vorfeld schon ein bisschen tüfteln, um die Taschen letztendlich stabil an den Sattel zu bringen. Durch die Clips lassen sich die Taschen letztendlich recht gut ran machen und wieder weg nehmen. 

 

Hintere Rolle: Für weiches und leichtes Zeug was verstaut werden soll, haben wir zwischen die zwei Ortliebs noch eine kurze Rolle befestigt. Diese ist aus gewachstem Leinenmaterial. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass diese niemals auf der Wirbelsäule zum Aufliegen kommt! Deshalb haben wir sie mit Zurrgurten bombenfest an den hinteren Zwiesel gezogen. In der Rolle verstaue ich beispielsweise meine Regenausrüstung (Regenhose, Jacke, Poncho).

 

Vorderpacktaschen: Als vordere Packtaschen haben wir ganz Verschiedene. Zum Einen haben sich die simplen aus Nylon, das Campotuch und die Decathlon Taschen gut bewährt. 

Die günstige Variante aus Nylon habe ich auf unsere Bedürfnisse angepasst und leicht abändern können. Z.B. habe ich den Steg entfernt, weil er meinem Pferd auf den Widerist gedrückt hat. Ich habe die Kunststoffhacken durch stabile Karabiner ausgetauscht und die Seiten mit Reflexionssteifen verziert. 

Auf die Unterseite der kleinen Packtaschen wurde reines Schurrwollfilz angenäht. 

Für ein schnelles öffnen und schliessen der Tasche wurde schliesslich noch der Clipverschluss gegen Klett ausgetauscht. Dadurch lassen sie sich nun auch ganz einfach von oben öffnen. 

Das Campotuch ist die iberische Variante von Packtaschen. Dieses benutze ich gerne für meine Trinkflaschen. Ganz einfach lässt sich diese noch zusätzlich an den vorderen Ringen des Sattels mithilfe von Lederschnüren befestigen.

 

Vordere- & Hintere Packtaschen von Decathlon / Rolle aus gewachstem Nylon / Woilach
Vordere- & Hintere Packtaschen von Decathlon / Rolle aus gewachstem Nylon / Woilach
Ortliebs mit Zeltstangen und Paddockstangen / Zelt als Rolle am Hinterzwiesel festgezurrt
Ortliebs mit Zeltstangen und Paddockstangen / Zelt als Rolle am Hinterzwiesel festgezurrt
Rolle bzw. Mantelsack aus gewachster BW
Rolle bzw. Mantelsack aus gewachster BW
Nylontaschen umgerüstet: Schurwollunterlage
Nylontaschen umgerüstet: Schurwollunterlage

Hufschutz

Auf einem Wanderritt ist Hufschutz absolut zu empfehlen. Die Wahl des richtigen Hufschutzes allerdings ist nicht so einfach und sollte unbedingt daheim schon ausreichend getestet werden.

Wir haben uns dafür entschieden unsere Pferde mit Duplos beschlagen zu lassen. Dabei handelt es sich um Kunststoff Hufeisen mit Eisenkern, welcher für die erforderliche Stabilität sorgt. Das Kunststoff drumherum sorgt für eine angenehme Stossdämpfung. Die Pferde gleiten nicht wie bei konventionellen Hufeisen. Das Laufverhalten ist eher mit dem des Barhufgehens zu vergleichen. Zudem verleiht das Profil eine gewisse Rutschfestigkeit in unwegsamen Gelände.

Der Duplo wird (fast) wie ein herkömmlicher Beschlag aufgenagelt (Anmerkung: kann ebenfalls geklebt werden).

Für uns hat sich diese Art des Hufschutzes auf längeren Ritten oder Ritten im Gebirge absolut bewährt.

 

Für kürzere Wanderritte gehen unsere Pferde mit ihren Hufschuhen.


Ausrüstung Mensch

Gemütlich, robust, hochwertig und funktional ist die Kleidung für die ich mich auf einem Wanderritt entscheide.

Am Besten im Zwiebelstyle.

Ich trage am Körper:

- Wanderhose oder Wanderreithose

- (möglichst) wasserdichte Schuhe mit gutem Profil

- Top, Shirt, Fleece, Weste 

- Schal. dient im Notfall als Kopftuch, Verbandsmaterial oder Notfallhalfter.

- Hut/ Helm

 

Dazu kommt noch ein Bauchbeutel mit Handy, Erstehilfeset und Portemone etc. Die wichtigsten Dinge einfach.

 

Eine topographische Karte habe ich meistens umgehängt.


Übernachten

Zelt

Da wir gerne autonom unterwegs sind, haben wir auf dem Wanderritt oft ein Zelt dabei. 

Auf der Suche nach dem optimalen Zelt, wurden wir von der Produktauswahl fast erschlagen. Es gibt so viele Anbieter mit noch mehr Produkten auf dem Markt zu finden. 

Nach dem Recherchieren und Lesen etlicher Kundenrezessionen von grossen Verkaufsplattformen für outdoor Equipment fiel unsere Entscheidung das MRS HUBBA HUBBA zu kaufen.

Merkmale:

- Gewicht mit Heringen etc. ca. 1,1 kg.

- robust

- minimales Packmass

- Platz für 2 Personen

- schnell auf- und abzubauen 

Nicht nur das richtige Zelt ist wichtig sondern, nicht zu unterschätzen, eine vor der Bodenkälte schützende Iosmatte. 

Auch hier mussten wir darauf achten eine zu finden, die extrem leicht und in kleinem Packmass zu verstauen ist. 

Die Downmatt von Exped besitzt diese Eigenschaften. Zudem ist sie auch noch schön weich. 


Notfallreparaturset

Das Notfallreparaturset ist mein absolutes Lieblings - Equipment auf dem Wanderritt. Ohne dieses hätte ich wahrscheinlich schon längst kapituliert.

 

Es kann einfach immer mal etwas reissen oder kaputt gehen unterwegs. Da reisst mal das Halfter, der Karabiner bricht oder auf dem Lederriemen zum Befestigen diverser Gegenstände war doch zu viel Zug drauf. Da lässt sich mitten im Gebirge oder sonst wo nicht mal eben schnell ein Ersatzteil oder etwas Neues auftreiben. Nein. Da heisst es dann selber machen, aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Trotzdem bin ich gerne gut darauf vorbereitet. 

In einer meiner beiden vorderen Packtaschen befindet sich stets ein kleiner wasserdichter Beutel, mit einem Inhalt an kleinen, praktischen Dingen. 



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